52. Reiki in staatlichen Gesundheitssystemen und an Hochschulen

Ja, aber … idealerweise in der ersten Reihe gemeinsam mit der Schulmedizin

In einigen Ländern hat Reiki Eingang in die akademische Welt gefunden. Diese Entwicklung und die Globalisierung verwässern das Wesen der Praxis. Phyllis Furumoto unterstützt dies nicht, erkennt jedoch die geleistete gute Arbeit an.

Deshalb muss ich es in meinem umfassenderen Selbst als eine weitere Möglichkeit für Menschen halten, zu Reiki zu finden.

Im gewöhnlichen Reiki des ersten und zweiten Grades wird eine alltagsnahe Praxis für Familie und Freunde vermittelt. Weiterführende Schulung für „professionell Praktizierende“ – Anmeldung einer Praxis, Gebührenstruktur, Dokumentation, Buchhaltung und Ähnliches – ist sinnvoll; zudem kann es rechtliche Anforderungen wie Anatomie und Physiologie geben.

In Deutschland gefiel mir sehr, dass Praktizierende die Merkmale von Krankheiten lernen, damit sie diese nicht behandeln.

Das Empfangen von Behandlungen ist ebenso wichtig wie das Geben. Beruflich Praktizierende müssen lernen, beispielsweise mit schulmedizinischen Ärzten umzugehen. Die Begriffe „komplementär“ und „alternativ“ deuten eine nachrangige Wahl an. Die behandelte Person sollte selbst entscheiden, ob Reiki ihre primäre oder sekundäre Versorgung ist.

Wird eine komplementäre Therapie als primäre Behandlung eingesetzt, bedeutet dies, dass die Schulmedizin aufgegeben hat. Dadurch entsteht unangemessener Druck, und der Wert der Behandlung, der über Heilung im herkömmlichen Sinn hinausgehen kann, gerät aus dem Blick.

Jede Reiki-Schule könnte ihr eigenes Programm für die öffentliche Berufspraxis haben. Das wäre ideal. Ich glaube nicht, dass ich Schüler eines anderen Systems begleiten und unterrichten könnte, weil ich dabei immer Gefahr liefe, ihre Praxis nicht zu respektieren.