54. „Sich darauf einigen, uneinig zu sein“

Kein richtiger oder falscher Weg … das eine kann ohne das andere nicht bestehen

Phyllis Furumoto betont, wie wertvoll das Bemühen ist, die Meinung des anderen ebenso zu ehren wie die eigene.

Wenn ich das nicht tue, wie könnte ich dann andere bitten, meine Meinung oder meine Praxis zu ehren, ohne dass ich ihre ehre?

In den 1990er-Jahren fallen in Phyllis’ Umfeld abfällige Bemerkungen über „neue“ Praxisformen. Es zeigt sich, dass sie häufig eine Reaktion auf kritische Äusserungen über Phyllis’ Praxis sind. Für gegenseitigen Respekt ist eine veränderte Haltung notwendig.

Zu den verschiedenen Aspekten von Reiki bestehen viele, oft widersprüchliche Sichtweisen. Die eigene Wahrheit zu bewahren und sich zugleich neuen Perspektiven zu öffnen, kann ein Balanceakt sein.

Die Wahrheit, die eigentliche universelle Wahrheit, kann nur gefunden werden, wenn …wir unsere eigenen Positionen ohne Angst vor Vergeltung oder Verurteilung achten und aussprechen und einander auf dieselbe Weise zuhören können.

Phyllis verspürt wenig Drang, die Praxis so zu verändern, wie sie ihr übergeben wurde. Gleichzeitig versteht sie Menschen, die ihre eigene Praxis verändern möchten.

Diese beiden Philosophien … sind zusammengekommen und haben in der Welt eine unglaubliche Reiki-Gemeinschaft entstehen lassen; die eine hätte es ohne die andere nicht geschafft. Ja, ich halte meine Praxis daher klar und konsequent, aber nicht unbeweglich.